Weltklimakonferenz zu Gast in Bonn

Es ist die größte zwischenstaatliche Konferenz, die jemals in Deutschland ausgerichtet wurde: vom 6. - 17. November versammeln sich bis zu 25.000 Vertreterinnen und Vertreter aus Regierungen und nicht-staatlichen Organisationen zur 23. Weltklimakonferenz (COP23) der Vereinten Nationen in Bonn. Unter der Präsidentschaft der Republik Fidschi werden konkrete Schritte zur Umsetzung des Übereinkommens von Paris verhandelt.

Klares Signal: Übereinkommen von Paris gilt

Das Klimaschutzübereinkommen von Paris steht im Mittelpunkt, wenn im November in Bonn bis zu 25.000 Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Industrie zusammentreffen. Alle EU-Staaten haben das Abkommen bereits ratifiziert – zuletzt auch Tschechien am 5. Oktober dieses Jahres (am 4. 11. 2017 in Kraft getreten). Es gilt, ein klares politisches Signal zu setzen: Das Signal, dass der vor zwei Jahren in Paris eingeschlagene Weg der richtige ist. Auf der 23. Weltklimakonferenz sollen nun weitere Schritte zur Umsetzung des Übereinkommens festgelegt werden.

Auch Deutschland ist auf der Konferenz vertreten. Im Deutschen Pavillon stehen die deutsche Klimaschutzpolitik und die Zusammenarbeit zu Klimaschutz und –anpassung mit Partnerländern im Vordergrund. Es geht auch um den Zusammenhang zwischen Klima und Sicherheit, ebenso wie um die globale Energiewende.

Eine Konferenz – zwei Zonen

Veranstalter ist das UNO-Klimasekretariat (UNFCCC) in Bonn, das dabei von der Bundesregierung, dem Land Nordrhein-Westfalen und der Stadt Bonn unterstützt wird. Die Präsidentschaft des Klimagipfels hat der südpazifische Inselstaat Fidschi. Das Konferenzkonzept sieht zwei Zonen vor:  In der Bula-Zone – Bula bedeutet Hallo auf Fidschi – werden die politischen Verhandlungen geführt, während alle Klimaaktionen staatlicher und nicht-staatlicher Akteure in der Bonn-Zone in temporären Bauten in der Rheinaue stattfinden.

Der Inselstaat Fidschi hat zum ersten Mal den Vorsitz der Konferenz inne, kann die Ausrichtung aber nicht übernehmen. Die Konferenz findet deshalb am Sitz des Klimasekretariats der Vereinten Nationen in Bonn statt.

Nachhaltigkeit auch auf der Konferenz

Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind nicht nur die Themen der Konferenz, auch die Konferenz selbst soll möglichst nachhaltig sein: es wird überwiegend vegetarisches Essen angeboten, auf Plastikgeschirr wird soweit möglich verzichtet, das Abfallaufkommen soll minimiert werden. Im Anschluss an die Konferenz wird die Blumenwiese in der Rheinaue renaturiert.

Klimaschutz

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